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Mariner Arten- und Biotopschutz e.V.
c /o Stefan Schäfer
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34599 Neuental-Waltersbrück
Deutschland
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Betonformteile bilden später die Basis für künstliche Riffstrukturen im Meer. Mit der Zeit werden sie von Korallen- polypen bewachsen und bilden mit ihren Hohlräumen und Strukturen Schutz und Rückzugsräume für Jung- fische und andere Meeresbewohner.

Zum ersten Mal fördert MARUBIS e.V. zusammen mit der OMCAR-Foundation ein Forschungsprojekt. Die Studie soll über 12 Monate laufen und startet noch in 2012.

Unter der wissenschaflichen Leitung von Dr. Balaji, Meeresbiologe und Gründer der OMCAR-Foundation, wird in der Palk Bay vor der südindischen Küste der Effekt von künstlichen Riffstrukturen untersucht. Dort wurden von der indischen Provinzregierung im Jahr 2006 Betonstrukturen in küstennahen Gewässern versenkt, um hier Ansiedlungsfläche und Rückzugsmöglichkeiten für Meerestiere anzubieten.

Die Studie wird im direkten Vergleich zu natürlichen Seegraswiesenflächen eine Aussage zu den Vor- und Nachteilen künstlicher Riffstrukturen aus Menschhand aufzeigen. Außerdem werden dort alle vorkommenden Arten und die Häufigkeit der Fisch- und Garnelenfauna dokumentiert.

Die Studie soll nach Fertigstellung als Entscheidungshilfe für eine Ausweitung bzw. Einstellung des künstlichen Riffprogramms dienen. Die von MARUBIS e.V. finanzierte Ausrüstung dient im Anschluss an die Studie zur nicht-kommerziellen Untersuchung und Beurteilung von natürlichen Riffen, um Überfischung und schädliche Einflüsse auf die Meeresbewohner zu dokumentieren und abzustellen.

Weiterhin soll der Bestand und die Habitate der hochgefährdeten Dugongs (Gabelschwanz-Seekuh) in dem Gebiet um Palk Bay ab 2013 untersucht werden. Für die Dugongs sind die Seegraswiesen die Nahrungsgrundlage.