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Mariner Arten- und Biotopschutz e.V.
c /o Stefan Schäfer
Zum Biegeberg 4
34599 Neuental-Waltersbrück
Deutschland
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Zu erwartende Endgröße: in Aquarien meist bis 25 cm, im Meer >1,00 m

Allgemein empfohlenes Mindest-Beckenvolumen/Liter: 50 Liter

© Wolfgang Su.
© Wolfgang Su.
© Dietmar Schauer
© Dietmar Schauer
© Dietmar Schauer

Die hier nachzulesenden Haltungsempfehlungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und haben keinerlei wissenschaftlichen Hintergrund. Sie sind das Resultat einer Datensammlung aus den Berichten von www.meerwasserforum.info und spiegeln die heute allgemein gültige Meinung über die optimale Pflege des Tieres wider.

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Euphyllia

Euphyllia ancora
Euphyllia cristata
Euphyllia divisa
Euphyllia glabrescens
Euphyllia paraancora
Euphyllia paradivisa
Euphyllia paraglabrescens
Euphyllia yaeyamaensis

ALLGEMEINE INFORMATION:


Großpolypige Steinkorallen der Gattung Euphyllia gehören zur Familie der Euphylliidae. Sie sind recht einfach zu halten und werden daher auch oft als „Steinkoralle für Anfänger“ bezeichnet. Es sind zwei Wuchsformen bekannt. Zum einen der verzweigte Wuchs mit einem einzelnen Polypen oder einer Polypengruppe auf einem säulenförmigen Koralliten (z.B. E. paradivisa) und zum anderen die langgezogene mäanderförmige Wuchsform, die durch einen tiefen trichterförmigen Spalt getrennt wird (z.B. E. ancora).


Als Nachzucht erhältlich: ja

Schwierigkeitsgrad: 1
Erläuterungen siehe unten

Bevorzugtes Futter: Plankton, Zooxanthellen / Licht, Fütterung nicht notwendig, aber möglich

Vermehrung: Euphyllia-Arten bringen im Aquarium oft neue Kolonien hervor. Normalerweise findet dieses "budding" an der Basis der Kolonie statt. Hier kommt es dann zur Bildung (phaceolider) Aeste , die bei stärkerem Wachstum eine konische Form bekommen und an der dünnen Verbindungsstelle zur Mutterkolonie abbrechen. Diese Jungkorallen verbinden sich mit dem Untergrund oder bleiben als Individualpolyp solitär. Eine weitere Form des "polyp budding" kommt durch die Neubildung von Septen zustande, die keine Verbindung zum Mutterskelett haben. Durch das Wachstum werden diese zusätzlichen Septen schwerer und trennen sich durch die Schwerkraft langsam von der Mutterkoralle.Das lebende Polypengewebe, das diese Septen umhüllt, wächst später zu einem vollständigen Polypen aus.

Mechanische Teilung, bei E. paradivisa durch Abtrennen einzelner Verzweigungen, auch ein Durchtrennen des Koralliten mit dem Polypen bei A. ancora ist möglich

Für Gesellschaftsbecken geeignet: ja

Lebensraum: Euphyllias wachsen meist in tieferen Wasserzonen, vorzugsweise in einer leichten bis mittleren Strömung. Sie vertragen durchaus höhere Nährstoffwerte. Mäßiger bis hoher Lichtbedarf, daher in Beckenmitte positionieren.



BESONDERHEITEN:


• Euphyllias besitzen eine hohe Nesselkraft und können sehr lange Kampftentakeln ausbilden. Das sollte bei der Standortwahl unbedingt berücksichtigt werden.

• Wie alle anderen LPS haben sie ein empfindliches Gewebe, welches leicht durch die scharfen Septen im Korallenkelch verletzt werden kann. Vorsicht beim Transport!
Gewebeverletzungen können bakterielle Infektionen auslösen und zum Tod der Koralle führen.

• Oft werden diese Korallen als Ersatzanemonen von Anemonenfischen aufgesucht. Das sollte man möglichst verhindern, um Schäden oder sogar den Tod der Koralle zu vermeiden.

• Von den Euphyllias gibt es verschiedene Farbformen. Meist rosé- bis grünfarbene Tentakeln mit farblich abgesetzten Enden in lila, rosé oder grün/gelb. Hin und wieder sind auch Tiere in orange/gold zu bekommen.

• Vom Kauf der im Handel erhältlichen gefärbten Tiere wird dringend abgeraten.

• Geschwächte Tiere werden oftmals von Brown Jelly befallen.



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Einteilung Schwierigkeitsgrad:
1 = einfach zu halten für Korallenbecken
2 = bedingt für Korallenbecken geeignet
3 = nur für Fischaquarien, oder starker Räuber
4 = nur für Fortgeschrittene
5 = nur nach ausführlicher Beratung, sehr schwer haltbar
6 = Artaquarium, besondere Fachkenntnis
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